Osteopathie - Irene Pauly Heilpraktikerin Physiotherapeutin Heidelberg Handschuhsheim

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Leistungen



Osteopathie
"Leben ist Bewegung“

Bei der Osteopathie handelt es sich um eine manuelle Behandlungsmethode. Der Behandler sucht Bewegungsverluste im Körper und versucht, sie mit den Händen zu lösen. Dadurch werden die Selbstheilungskräfte des Körpers gestärkt. Bewegungsverluste können in den drei Körpersystemen

1. Parietales System (Knochen, Bänder, Muskeln)
2. Viscerales System (innere Organe)
3. Craniosacrales System (Kopf, Hirnhäute, Rückenmarkshäute, Kreuzbein)

entstehen durch z. B. Narben nach Verletzungen oder Operationen, Verklebungen nach Entzündungen, Bewegungsmangel, Unfällen etc.

Diese „Fixpunkte“ spürt der Behandler mit seinen Händen auf und löst funktionelle Einschränkungen mit sanften Bewegungen. Strukturelle Umwandlungen wie z. B. Narben können zwar nicht beseitigt werden, aber das Bindegewebe kann durch Mobilisation deutlich beweglicher werden.

Eine osteopathische Behandlung ist eine Selbstzahlerleistung für die meisten gesetzlich versicherten Patienten. Die Techniker Krankenkasse und BKK Essanelle beteiligen sich seit kurzem an den Kosten im Rahmen ihrer Satzungsbestimmungen. Privatkassen erstatten in der Regel die Behandlungskosten. Bitte erkundigen Sie sich im Vorfeld nach den Bedingungen Ihrer Krankenkasse, damit Sie wissen, welchen Anteil Sie selbst zu tragen haben.

Um die Verklebungen der Fascien in den oben genannten drei Systemen zu lösen, werden die entsprechenden Techniken aus den drei Teilen der Osteopathie angewandt, nämlich Techniken der

  1. Parietalen Osteopathie (z. B. Gelenkmobilisationen, Muskeldehnungen und Massagetechniken wie z. B. Friktionsmassagen oder Querdehnungen etc.)
  2. Visceralen Osteopathie (z. B. weiche Mobilisationstechniken mit den Händen, umz. B. einer Niere, die nach einer Entzündung nicht mehr bei jedem Atemzug ein Stückchen aufwärts und abwärts gleiten kann entlang dem Psoasmuskel, der u. a. für die Seitneigung und Beugung der Lendenwirbelsäule zuständig ist, wieder ihre alte Bewegungsfähigkeit zurückzugeben)
  3. Craniosacralen Osteopathie (z. B. Grifftechniken am Schädel, um die Beweglichkeit der einzelnen Schädelknochen wieder herzustellen. Denn der Kopf ist kein durchgängiger „Knochenhelm“, sondern seine einzelnen Knochen behalten eine geringe Bewegungsmöglichkeit, um die leichte Verformung durch Bildung und Resorption der Gehirnflüssigkeit (Liquor) zu ermöglichen. Dieser Vorgang geschieht auch in einem bestimmten Rhythmus wie auch Atmung und Herzschlag ihren eigenen Rhythmus haben. Bei Säuglingen kennen wir die noch nicht verknöcherten Schädelknochen mit den weichen Fontanellen dazwischen, damit der Schädel nachgiebig genug sein kann für seinen Durchtritt durch den Geburtskanal).

Durch die osteopathische Behandlung werden die Bewegungen innerhalb der drei Systeme ebenso normalisiert, wie die Bewegungen der Strukturen aus den verschiedenen Systemen miteinander (siehe oben: Niere aus dem visceralen System und Psoasmuskel aus dem parietalen System korrespondieren miteinander durch ihre Fascien).

Wenn eine Verklebung lange Zeit besteht, kann sich eine ganze Kette von Bewegungsverlusten aufbauen. Der Körper kann zwar lange für einen Ausgleich sorgen, so dass man lange beschwerdefrei bleiben kann. Aber wenn irgendwann noch ein Auslöser dazukommt, bringt das das „Körperfass“ zum Überlaufen: Es entstehen Schmerzen und/oder Bewegungseinschränkungen. Durch die osteopathische Behandlung soll sozusagen das Fass wieder etwas geleert werden, um die Kette der Funktionsverluste aufzulösen. Dann braucht der Körper den Schmerz nicht mehr, weil er sich mit seinen Selbstheilkräften wieder selbst regulieren kann.

Eine umfangreiche, in der Regel fünfjährige Ausbildung sorgt für fundierte Anatomie- und Physiologiekenntnisse, die ebenso wie Kenntnis der biomechanischen Vorgänge im Körper eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche osteopathische Behandlung bedeuten.



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